Ihre Gelbfieberimpfstelle für die Gelbfieberimpfung in Regensburg

Die Reisemedizin hat mich persönlich immer sehr fasziniert und deshalb freue ich mich, dieses Fachgebiet in meiner Praxis meinen Patientinnen und Patienten anbieten zu können.

Bereits während meines Studiums habe ich am Kursus für Tropenmedizin bei Professor Disco am Klinikum rechts der Isar teilgenommen. Meine ersten praktischen Erfahrungen sammelte ich dann bei meinem Auslandsaufenthalt in Brasilien im Jahr 1997. Hier arbeitete ich als Student in einem öffentlichen Krankenhaus im Bundesstaat Sao Paulo und konnte so einige wichtige Krankheitsbilder auf dem Gebiet der Tropenmedizin und der Infektiologie, wie z.B. Gelbfieber, Dengue oder Chikungunya-Fieber kennenlernen. Diese praktischen Erfahrungen vertiefte ich dann während meiner Zeit als Assistenzarzt in der Abteilung für Infektiologie am Uniklinikum Regensburg. Im Jahr 2016 wurde ich schließlich vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als offizielle Gelbfieberimpfstelle zugelassen. Aufgrund meiner vielen Reisen insbesondere nach Südamerika verfüge ich über ein gutes local knowledge, das ich meinen Patienten sehr gerne in der reisemedizinischen Beratung zu Gute kommen lassen möchte.

Gelbfieber
  Bildquelle: CDC.

Gelbfieber wird durch das Gelbfieber-Virus verursacht. Das Virus wird durch den Stich von infizierten Gelbfieber-Mücken (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) auf den Menschen übertragen. Ist ein Mensch infiziert, können die Tigermücken das Virus beim Blutsaugakt von ihm aufnehmen und weitere Menschen anstecken. Dadurch können Epidemien ausgelöst werden. Allerdings ist eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch nicht möglich. Daher besteht nur die Gefahr einer Ansteckung, wenn die Insekten vorhanden sind. Das heißt: ohne Stechmücken keine Gelbfieberinfektion! Deshalb ist auf einer Reise in ein Gelbfieber-Gebiet auch der Mückenschutz so wichtig. Man schätzt die Zahl der Infektionen auf weltweit ca. 200.000 und die Zahl der Todesfälle auf ca. 30.000 Todesfälle pro Jahr. Etwa 90 Prozent davon entfallen auf Afrika.

Die Erkrankung tritt nur in bestimmten Gelbfieber-Endemiegebieten auf. Diese liegen im tropischen Afrika und Südamerika. Nur wenn ein Großteil der Menschen in einem Gebiet gegen Gelbfieber geimpft ist, lässt sich eine epidemische Ausbreitung verhindern.

Risikogebiete

Anbei zeigen wir Ihnen die Risikogebiete für Gelbfieber auf. Gelbe markierte Gebiete sind Endemiegebiete, grübe Gebiete stellen eine Übergangszone dar, grau markierte Gebiete sind in Bezug auf Gelbfieber i.d.R. risikofrei bereisbar.


Gelbfieber vorbeugen - die Gelbfieberimpfung

Die Gelbfieberimpfung muss nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO von einer durch die Landesbehörden autorisierten Gelbfieberimpfstelle vorgenommen werden. Impfen kann nur ein Arzt mit Erfahrung im Bereich der Reise- und Tropenmedizin, der sich durch ein spezielles Weiterbildungscurriculum qualifiziert hat und dieses Wissen auch durch regelmäßige Fortbildungen auf dem neuesten Stand der Medizin hält. Die Zulassungsvoraussetzungen sind von Land zu Land unterschiedlich geregelt. In Bayern ist die zuständige Behörde das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Da es keine spezifische Behandlung gibt und Gelbfieber potentiell lebensbedrohlich ist, ist die Impfung sehr wichtig. Die Gelbfieberimpfung ist als Reiseimpfung von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Aufenthalte im tropischen Bereich Afrikas und Südamerikas zum eigenen Schutz öffentlich empfohlen. Bei Einreise in zahlreiche Ziel- oder Transitländer ist sie zudem zwingend vorgeschrieben. Die Gelbfieberimpfung wird entweder im internationalen, mehrsprachigen Impfausweis attestiert oder es wird eine "Internationale Impfbescheinigung“ ausgestellt. Die zugelassene Gelbfieber-Impfstelle beglaubigt die Impfung außerdem durch das amtliche WHO-Impfsiegel.

Neben der Impfung sollte außerdem großer Wert auf den Mückenschutz gelegt werden. Zu beachten ist, dass die Gelbfiebermücke sowohl nacht- als auch tagaktiv ist. Daher ist ein ständiger Schutz notwendig. Tagsüber gelingt dies durch spezielle, tropengeeignete Mückenschutzmittel und lange, helle Kleidung. Nachts schützt ein imprägniertes Mückennetz vor den Mücken. Wir besprechen mit Ihnen, wie Sie den Mückenschutz am besten durchführen.

Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Einreise in das Gelbfiebergebiet durchgeführt werden, solange dauert es nämlich, bis ein Impfschutz aufgebaut wird. Es handelt sich bei der Impfung um einen Lebendimpfstoff, der 1937 von Max Theiler erstmalig hergestellt wurde. Der Impfschutz hält lebenslang, eine Auffrischimpfung ist im Allgemeinen nicht notwendig.

Um zu vermeiden, dass das Virus eingeschleppt wird und sich auf Dauer in einem Land ausbreiten kann, verlangen einige Reiseländer von ausländischen Besuchern auch dann eine vorherige Impfung, wenn diese durch Gelbfiebergebiete gereist sind (auch Transit). So müssen z.B. brasilianische Staatsbürger eine Gelbfieberimpfung nachweisen, wenn Sie ins tropische Afrika reisen.

Kann die Impfung aus irgendeinem Grund (z.B. Alter, Vorerkrankungen) nicht durchgeführt werden, ist eine Befreiung von der Impfpflicht möglich. Das in diesem Fall notwendige Impfbefreiungszeugnis kann durch uns als eine von der WHO anerkannte Impfstelle ebenfalls ausgestellt werden.

Die Gelbfieber-Impfung ist keine Kassenleistung. Viele Kassen erstatten jedoch die Impfkosten als sogenannte Satzungsleistung. Wir informieren Sie gerne und transparent über die genauen Kosten dieser Impfung.

Wenn Sie sich ausführlich reisemedizinisch beraten lassen wollen oder eine Gelbfieberimpfung benötigen, nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns auf. Wir haben den Impfstoff für die Gelbfieber-Impfung immer vorrätig.

Und eines ist ganz wichtig: bitte bringen Sie Ihren Impfausweis zur Dokumentation der Impfung mit. Falls Sie keinen Impfausweis mehr haben sollten, dann stellen wir Ihnen gerne einen neuen Ausweis aus.

Bis bald!

Ihr Dr. Stefan Mehringer mit Praxisteam

Eindrücke aus meiner Zeit in Brasilien